Kacken verboten!

Ein Hund ist keine Katze und schon gar nicht ein Mensch. Das kann man nicht nur entschieden an dem sich äußernden Wauwau anstelle eines Miaumiau oder Verpiss dich! heraushören. Dies äußert sich auch ganz augenscheinlich an den Ausscheidungen der jeweiligen Spezies. Hiermit meine ich natürlich aussschließlich den Ort des eigentlichen Ausscheidungsproduktes – nichts anderes: Ich bin ja kein Schwein 😉 bzw. kein menschliches Ferkelchen 😉 . Mir geht es also nur um den Ort, wo das, das gemeinhin als Kacke bezeichnet wird, von der jeweiligen Spezies primär ausgeschieden wird. Das gilt gleichermaßen für die flüssige Variante hiervon, das gemeinhin als Pipi bezeichnet wird.

Kacken verboten! Erste Seite des Voderhauses, Berlin-Lichtenberg

Hier kommt eine Problematik auf, wie die hier zu sehenden Bilder belegen. Gerade Hunde kacken nämlich gerne irgendwohin. Das ist ja auch erst einmal ihr gutes Recht. Ein elementares Grundbedürfnis erfährt hier ja seine wichtige und unumstößliche Befriedigung. Aber besonders gerne tun sie das, wo ihr Frauchen oder Herrchen mit ihnen Gassi geht – auf dem Gehweg. Daher ist jeder in seinem Leben schon im wortwörtlichen Sinne des Wortes mit solch einer hündischen Hinterlassenschaft in direkten Kontakt getreten. Sprich: Man ist mit seinen Schuhen in Hundescheiße getreten. Und das war alles andere als eine Freude („Igitt, igitt, pfui Teufel!!!“ brach es sofort aus einem heraus). Niemand mag schließlich Kot an seinen Kleidungsstücken (außer hochgradig gestörte Menschen!), egal von welcher Spezies er stammen mag. Hierbei kann man den Hundehaufen mit einer Bananenschale vergleichen, die genauso wenig wie die Kacke auf den Gehweg gehört. Der menschliche Wegwurf einer Bananenschale kann nämlich dort bekanntermaßen einen zum Ausrutschen und zum Hinfallen bringen. Der hündische Auswurf lässt hingegen einen fast in Ohnmacht fallen, wenn man diesen an seiner Schuhsohle sieht und der Gestank in die Nasenlöcher steigt. Kacken ist also für hündische Vierbeiner auf Gehwegen strengstens verboten!

Kacken immer noch verboten! Erste Seite des Voderhauses, etwas entfernt, Berlin-Lichtenberg

Aber auch auf Privatgrundstücken will man keine Hundehaufenansammlung haben. Auch hier sind sie alles andere als eine Zierde des Grundstücks. Daher ist auch dort, wie die Bilder eindeutig aufzeigen, „Kacken verboten!“ Im Prinzip gilt das Kack-Verbot auf für den Menschen oder die Katze, vorausgesetzt sie würden überall, wo sie gehen und stehen, ihren festen Stuhlgang einfach „fallen“ lassen. Der Mensch und die Katze sind aber zivilisatorisch dahingehend dressiert, ihre Häufchen an spezifischen hierfür vorgesehenen Orten „fallen“ zu lassen – im Klo und im Katzenklo.

Kacken immer noch verboten! Zweite Seite des Voderhauses, Berlin-Lichtenberg

Nichtsdestotrotz schlagen auch hier besonders männliche Vertreter aus der Art. Liebend gerne neigen diese nämlich ihre flüssige Ausscheidung, das Pipi, nicht an dem extra hierfür vorgesehenen Ort, dem Klo oder den Pissoir, „niederprasseln“ zu lassen. Anstelle dessen bevorzugen diese die urbane Umgebung und machen als sogenannte Wildpinkler ihr Geschäft an einer Hauswand, vor einem Garagentor, vor an einem Auto etc. (was natürlich immer auch als eine Art Kapitalismuskritik angesehen werden kann!) Das stellt sie auf die gleiche Stufe eines Hundes und macht den Menschen somit hündisch bzw. ferkelig bzw. zu einem Ferkel. Daher ist die Katze hinsichtlich ihrer Ausscheidung der bessere Hund sowie der bessere Mensch. Sie beherzigt nämlich „Kacken und Pissen verboten! auf Gehwegen! und sonst irgendwo!“.

Kacken immer noch verboten! Zweite Seite des Voderhauses, etwas enfernt, Berlin-Lichtenberg

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